Was gehört zu einer ordnungsgemäßen Installation des Smile-T10-HV-INV WR mit Speicher?

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  • Hallo zusammen,


    meine beiden Nachbarn und wir haben seit 22.Mai einen T10 WR mit passenden Batteriespeicher und 10/12/und 16 Modulen auf dem Dach in drei nebeneinander liegenden baugleichen Häusern, die nahezu auch mit baugleicher Elektrotechnik ausgestattet sind, d.h. die über 40 Jahre alten Sicherungen im Stromkasten sind u.a. ohne FI- Schalter ausgestattet (Bestandsschutz in älteren Häusern). Vor der Installation sah es in unserem Keller so aus


    Bei dem einen Nachbarn wurde derselbe Standort für den T10 gewählt, während bei dem anderen der T10 unterhalb des Stromkastens mit der Batterie und dem WR nebeneinanderliegend aufgestellt wurde, so dass die Kabel des WR frei nach unten baumeln und damit die dazu gehörige Kabelabdeckung zum vertikalen Aufbau nicht unter dem WR montiert werden konnte.


    Nach der Installation kam es bei uns und den anderen zu totalen Stromausfällen, die auf eine fehlerhafte Installation zurückgeführt werden konnten, weil u.a. die Durchlauferhitzer (bei uns mit 21kw) an der Versorgung durch den T10 angeschlossen waren und beim Einschalten sofort die interne Sicherung des WR aktivierten, was den Strom im ganzen Haus ausschaltete und nach ca. zwei Minuten wieder komplett einschaltete. Nachdem dieser Fehler am 24.Mai korrigiert wurde und die Last Durchlauferhitzer separat über Netzbezug installiert war, kam der nächste Schock bei uns drei Tage später, als starker Schmorgeruch im Keller wahrgenommen wurde.


    Im Stromkasten waren deutlich erkennbar ein Relais mit Anschlusskabeln stark verschmort, darüber liegende Schrauben und Kupferplättchen geschwärzt, und ich vermute, dass es einfach nur pures Glück war, dass dadurch kein Kabel- oder Hausbrand entstand.

                               


    Der verantwortliche Techniker des Sollateurs wurde natürlich umgehend informiert, ließ sich aber nach einer „Ferndiagnose“ über WhatsApp und dem Hinweis „das ja alles im Haus funktioniert“ fünf Tage Zeit, um seine Installation vor Ort zu überprüfen. Danach kam er zu dem Ergebnis, dass das Relais vermutlich durch alte Installationen im Zusammenhang mit der ehemaligen Elektroheizung und zwei noch aktiven Bauteilen im Stromkasten durch eine unbekannte Überlastung verschmort wurde. Einen Zusammenhang mit seiner Installation schloss er aus und baute diese aktiven Bauteile und das zerstörte Relais aus, mit nachfolgendem Istzustand.


    Natürlich hatten wir vorher auch die Nachbarn informiert und deren Stromkästen überprüft, ohne dort Verschmorungen festzustellen. Allerdings fiel uns auf, dass in deren Stromkästen fünf Sicherungen neuerer Art verbaut waren, was bei uns fehlte.

                                 


    Der verantwortlich Techniker wurde auch darauf hingewiesen und gab dazu an, dass bei den Nachbarn sehr alte Sicherungen ausgetauscht werden mussten, was bei uns nicht notwendig wäre. Schwer zu glauben, da die Häuser über nahezu gleiche Elektroinstallationen verfügen und bei uns zwischenzeitlich auch nichts erneuert wurde.




    Bei uns ergeben sich mittlerweile viele Fragen, die wir leider nicht mit dem Sollateur, eine hessische Firma, erörtern können, weil der Geschäftsführer dort darauf nur unsachlich und cholerisch reagiert.

    • Könnten uns noch weitere „Überraschungen“ aus der Installation erwarten? Ein befreundeter Elektriker wies uns z.B. darauf hin, dass der Netzbezug und der von PV erzeugte Strom getrennt verwaltet werden müssten, also bei Fehlern im Hausstrom eine einzelne Sicherung herausspringt und nicht, wie jetzt, der ganze Hausstrom ausfällt. Ist das wirklich so? Wir gehen bei unserem Anschluss davon aus, dass sich der Wechselrichter automatisch mit dem Hausnetz synchronisiert und der erzeugte Strom an das Hausnetz angepasst wird. Und der WR sozusagen als automatischer großer FI- Schalter funktioniert und z.B. beim Betrieb eines defekten elektrischen Geräts an einer Steckdose im Haus den gesamten Hausstrom sofort ausschaltet und nach einigen Minuten wieder selbstständig einschaltet. Wenn so etwas häufiger passiert, tut das aber vermutlich dem WR auch nicht so gut, oder?
    • Brauchen wir auch die bei den Nachbarn verbauten zusätzlichen Sicherungen?
    • Der T10 wurde bei uns und bei den Nachbarn nicht wie im Installationsvideo auf YouTube oder den Hinweisen im Handbuch aufgestellt und montiert. Es fehlen bei uns seitliche Verschraubungen am WR, die Kabelabdeckung- Halter und Batterie- Wandhalter mit Begrenzungsschiene, bei den Nachbarn zusätzlich noch ein WiFi-Modul (Router und WR wurden über LAN-Kabel verbunden) und die seitlich versetzte Bauweise entspricht wohl in keinem Fall einer ordnungsgemäßen Aufstellung. Wir denken, dass der T10 ja sicherlich so etwas wie eine Betriebserlaubnis erhalten hat und dem entsprechend auch danach penibel korrekt aufgestellt werden muss, oder?

    Wie schon erwähnt, sind wir mit der ausführenden Firma incl. Sub-Sub- Unternehmen vollständig reingefallen, weil uns von dort sogar „die entstehende Reibungshitze beim Über-dem-Tisch-ziehen des Kunden“ noch als wohlwollende Wärme verkaufen möchte. Wir haben bisher keinen einzigen Lieferschein oder Garantieschein erhalten. Ein Prüfbericht für netzgekoppelte PV-Systeme für unsere Anlage wurde nicht erstellt bzw. uns nicht zur Gegenzeichnung überlassen. Der Netzversorger (Westnetz) gab an, dass zwar ein Portal für uns vom Elektriker eingerichtet wurde, aber die dort vermerkte E-Mail-Adresse dreimal einen Rückläufer bei Rückfragen von Westnetz erzeugte, d.h. diese E-Mail ist nicht aktiv geschaltet.



    Auf diesem Portal habe ich schon in einem anderen Thread hilfreiche Hinweise erhalten und bitte auch diesmal darum.


    Ich hoffe, dass sich auch Herr Jochen Müller einschaltet, weil ich davon ausgehe, dass unsere drei T10 über die Fa. Sollis an die Fa. Watt&Wärme versandt wurden und ob es von dort möglich ist, die Lieferscheine auch den Endkunden zur Verfügung zu stellen, damit eine Garantie ordnungsgemäß gewährleistet ist. Vielen Dank!

  • Hallo PMok ,


    Das ist alles sehr Unglücklich bei euch gelaufen aber die Fragen, welche du stellst, solltest du lieber an einen „Vor Ort“ Elektrobetrieb richten bzw eine Revision durchführen lassen. Mich wundert es, dass sie es bei Euch ohne RCD (FI) installiert haben, denn meines Wissens ist er vorgeschrieben und bei solche Änderungen greift auch kein Bestandschutz mehr. Die Installationsfirma haftet für den gesamten Anschluss bei euch. (Meine Leienmeinung kann ggf jemand aus dem Fachbetrieb ergänzen). Dennoch am besten einen vor Ort Elektrofachbetrieb anfragen.


    Die Aufstellposition des Wechselrichters und des Speichers ist nicht relevant. Da wären nur gewisse Abstände der Batterien einzuhalten, trifft aber bei euch eh nicht zu. Die im Installationshanduch erwähnten Aufstellung ist nur eine Empfehlung. Es spricht aber nichts gegen der Aufstellung nebeneinander. Allerdings wird Empfohlen, im Keller es nicht direkt auf dem Boden zu installieren, sondern auf einem Sockel/Erhöhung. Diese hättet ihr aber selbst organisieren müssen. ist wegen Rohrbruch/Wasserschaden, Insbesondere, falls mal auch Wasser von draußen da eindringen könnte.


    Die Backup durchschaltung des Wechselrichters ist definitiv nicht supported. Das wurde hier auch in anderem Faden bestätigt. Falls ihr in dem Angebot auch die BackupBox Plus hattet, so sollte die auch geliefert werden.. sind immerhin gut 1500€ was euch dann abgeht und ihr habt so einen nicht unterstütztes Betrieb was ggf.auch Garantieansprüche ggü. Alpha zur Nichte macht. Also nur über die Installationsfirma, die aber nur max 2. Jahre Gewährleistung geben wird.


    WLan Stick muss nicht installiert werden wenn der WR direkt über LAN angeschlossen wird. Der WLAN Dongel sollte aber dein Nachbar bekommen haben, da wr zum Lieferumfang gehört. WLAN Betrieb würde hier im Forum sowieso niemand befürworten. (Dazu gibt es hier ein separater Diskussionsfaden, kannst mit der Suche finden)


    Übrigens dein System heißt abgekürzt Hi10 und nicht T10 (welcher älter ist und nicht mehr gebaut wird). Sonst musst du die volle Beschreibung schreiben


    SMILE-T10-HV-INV

  • Noch ein Nachtrag zu dem Brand. Ich glaube schon dass es indirekt mit der Installation zusammenhängt auch wenn der Elektriker die Verbindung nicht anfasste. So wie es ausgebrannt ist, war es mutmaßlich eine nicht mehr festangezogene Schraube. Auch die Kupferkabel geben mit der Zeit unter Druck etwas nach und die Verbindungen sollten nachgezogen werden. Durch die Installation könnte die Verkabelung auch bewegt worden sein, was noch mehr losen Kontakt verursacht hat, was zur Kabelüberhitzung führte, der dann geschmort ist.

    An sich sollte es meiner Meinung nach seine Sorgfaltspflicht als Elektriker gewesen sein, alle Verschraubungen in dem Verteilerkasten nachzuziehen/überprüfen wenn er dort neue Kabeln zieht.

  • Hallo Pmok,

    meine Hi10 wurde vor einem Jahr installiert ebenfalls im Versorgungsnetz der Westnetz.

    man hat mir vor den WR: 3 Stk EATON-PXL-B20/1 Leistungsschutzschalter und AEG FP A 40/300 40A 300 mA FI eingebaut. Die Leistungsschutzschaltersind in der Installationsanleitung als zwingend angegeben, der FI laut Anleitung abhängig von den Vorschriften des Versorgers.

    Vor dem Netz sind dann bei mir folgende Teile neu eingebaut worden: - Hager HTN335E 35A 3 polig SLS Schalter und - Schelinger SPD01-4P-B+C Überspannungsschutz. Man hat mir erklärt, das wäre nötig. Ich würde diese vier Teile auch immer einbauen lassen auch zum eigenen Schutz. Und was Miro sagt, kann ich auch nur unterstützen, auch ich habe die Geräte auf einen 10 cm Sockel gestellt.

    LG Jürgen

  • Hallo Miro,

    vielen Dank für deine Hinweise, insbesondere zur BackupBox Plus, die wir eigentlich dazu hatten, aber dann von der Firma abgebaut wurde mit dem Hinweis, dass die Backup- Funktion ja schon im WR vorhanden sei. Bei dieser Firma weiß man leider nicht mehr, was man glauben kann.


    Bei der Beschreibung des WR habe ich mich am aufgeklebten Datenblatt auf dem WR orientiert.


    Da steht T10 und in der SN eine 2023. Heißt das, das wir ein altes Gerät geliefert bekommen haben?

  • Hallo JürgenW,

    auch an Dich vielen Dank für deine Antwort!


    Gruß PMok

  • Da steht T10 und in der SN eine 2023. Heißt das, das wir ein altes Gerät geliefert bekommen haben

    Da steht SMILE-T10-HV-INV was abgekürzt Hi10 ist und nicht nur „T10“ ;)

  • vielen Dank für deine Hinweise, insbesondere zur BackupBox Plus, die wir eigentlich dazu hatten, aber dann von der Firma abgebaut wurde mit dem Hinweis, dass die Backup- Funktion ja schon im WR vorhanden sei. Bei dieser Firma weiß man leider nicht mehr, was man glauben kann.

    Das kann man auf jeden Fall nicht glauben. Ich würde an deiner Stelle das System so auf keinen Fall in Betrieb lassen. Ich würde mindestens die Backup-Leitung am Smile mit der entsprechenden Sicherung abschalten, eher sogar noch die ganze Anlage ausschalten.


    Mit dem Großhändler Sollis hab ich dagegen bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Ruf doch dort mal an und schildere deinen Fall. Evtl. können die mit dem Installateur vermitteln oder dir einen anderen nennen, der weiß, was er tut.

    --

    Bitte keine technischen Fragen per privater Konversation.

    Stellt eure Fragen im Forum, dann haben alle was davon und es können auch mehr Leute helfen.

  • Hallo PMok

    Mit dieser alten Installation hätte ich keine PV anlage und keinen Speicher montiert. Man muß alte und neue Installation trennen und nicht auf die Alte aufbauen. Hiermit möchte ich mir keine Ferndiagnose anmaßen, weil das Problem tiefer liegt. Was hat der Elektriker gemacht oder gesagt? Welche Funktion hatte das Relais? Es sind zuviele Fragen offen, sodaß ich hier nicht beurteilen will, wer Schuld hat. Geh auf die sichere Seite, denke nicht an den Bestandsschutz und mach alles neu.

    Viel Vergnügen beim Basteln

    MfG

    Helmut Strammer

  • Hallo Helmut Strammer,

    vielen Dank für deinen Hinweis und du liegst natürlich richtig, wenn du dieses deinen Kunden vor dem Kauf einer PV- Anlage empfiehlst. Aber bei uns hat der Verkäufer bei einem Besichtigungstermin aller Stromkästen gemeint, dass die Installation in diesem Zustand kein Problem sei. Jetzt weiß ich auch, der Mann hatte keine Ahnung, aber was bringt mir das?


    Gruß, PMok

  • Ich weiß ja nicht woher neuerdings das Gerücht herkommt, dass die HI-WR eine Integrierte Backup-Box hätten. Das ist totaler Quatsch, und wenn man an die Backup-Leitung einen 21 kW Gerät anschließt, muss ein WR auch abschalten, der nominal nur 10 kW kann.


    Weiterhin bin ich wie Miro der festen Überzeugung, dass es bei Anschluss einer PV-Anlage keinen Bestandsschutz für die Hausanlage gibt und diese auf den Stand der Technik nachzurüsten ist, und dazu gehören FI-Schalter an allen Endstromkreisen und noch einiges mehr.

    Wir haben das im Forum schon diskutiert und es wurden nach meiner Erinnerung auch Quellen dazu genannt.


    Bestandsschutz gibt es nur für Reperaturen wie Austausch einer Sicherung, Umrüstung von Schmelzsicherungen auf Automaten, Reparaturen im Endstromkreisen etc.


    Ein mit 3 x 400 V einspeisendes 10 kW-Gerät mit Festanschluss als eine geringfügige Änderung am System zu sehen, ist seitens des Installateuers fahrlässig und ich bin sicher, das es im Schadenfall ein Gutachter gar als grob fahrlässig sieht. Im Backup-Fall wird das sichere Versorgernetz (TN-S, TN-CS etc.) vollständig vom Haus getrennt und man lebt nur im Inselbetrieb mit eigener Erdung und Nullung. Am Ende könnte man dann auch darauf bestehen, dass im Betrieb zusammen mit einer PV-Anlage die alte Steckdosen-Nullung noch ausreichend Sicherheit bietet.

    7,2 kWp DC an HI5, 9,6 kWh Akku, über L3 ins Netz/Haus eingespeist.

    2,0 kWp an FOX 3000, AC über L2 ins Netz/Haus eingespeist

    DTSU 666 misst 3-phasig Netz und zusätzlich einphasig FOX

    Backup-Box klein

    4 qm Solarthermie als Heatpipe Röhrenkollektor mit 400 L Wasserspeicher

  • Hallo ga_ba

    Sorry Bestandschutz für alte Hausanlagen. Es gibt Bestandschutzfür alte Hausanlagen . Beim Bau der PV-Anlage wird ein neuer Zählerkasten installiert. Die PV-Anlage läuft über den Zweirichtungszähler im "neuen" Zählerkasten. Der alte Zählerkasten übernimmt die Funktion von einem Sicherungskasten. So erfolgt kein Eingriff in die alte Hausinstallation. Der alte Zählerkasten wir nur mit einem Kabel (5 mal XXmm²) angefahren und gut.

  • Hallo ga_ba

    Sorry Bestandschutz für alte Hausanlagen. Es gibt Bestandschutzfür alte Hausanlagen . Beim Bau der PV-Anlage wird ein neuer Zählerkasten installiert. Die PV-Anlage läuft über den Zweirichtungszähler im "neuen" Zählerkasten. Der alte Zählerkasten übernimmt die Funktion von einem Sicherungskasten. So erfolgt kein Eingriff in die alte Hausinstallation. Der alte Zählerkasten wir nur mit einem Kabel (5 mal XXmm²) angefahren und gut.

    Ja so in der Art wurde das auch bei uns gemacht, der vorhandene Zählerkasten (Baujahr 92) wurde etwas modernisiert und dazu wurde ein weiterer Sicherungskasten für die Alpha Anlage gebaut.



    Vorher sah das so aus Zweirichtungszähler wurden bereits 2022 durch den EVU verbaut wegen 2 Balkonkraftwerken.


    ---------------------------------------------------------------------------------------------

    AlphaEss: SMILE-T10-HV-INV

    Akku: SMILE-Hi5/10-BAT-7.8

    27 x Trina TSM-430 Neg9RC.27 / 15 x Ost 12 x West

    Ohne Backupbox

    2x Hoymiles HMS1600-4T

    2x Muinch Solar 375wp

    2xJa Solar jam 410wp

    3x Trina Solar 425wp

    -------------------------------------------------------------------------------------------

  • Es gibt Bestandschutzfür alte Hausanlagen . Beim Bau der PV-Anlage wird ein neuer Zählerkasten installiert. Die PV-Anlage läuft über den Zweirichtungszähler im "neuen" Zählerkasten. Der alte Zählerkasten übernimmt die Funktion von einem Sicherungskasten. So erfolgt kein Eingriff in die alte Hausinstallation. Der alte Zählerkasten wir nur mit einem Kabel (5 mal XXmm²) angefahren und gut.

    So wurde mir das auch erzählt...

    Alpha-ESS Storion HI10: SMILE-T10-HV-INV (Typ B), SMILE-BAT-8.2PH, Backup-Box plus, 5390Wp WEST, 4235Wp OST

  • Es gibt Bestandschutzfür alte Hausanlagen

    Bestandsschutz gilt, solange weder eine Nutzungsänderung durchgeführt wird noch sich die Betreibsbedingungen ändern.

    Ich zitiere hier mal aus einer Schrift des Zentralverbandes der Elektrotechnischen Industrie (ZVEI):


    und weiter:



    und weiter:



    Diskutiert doch statt im Forum mal mit den Zentralverband und holt Euch da die entsprechenden Antworten.


    Behauptet wird viel, gerade, wenn sich die Kosten für den Kunden senken lassen.

    Der Kunde, und das sind hier die meisten, ist sich der Sicherheislücken aber nicht immer bewusst.

    Bilder

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  • Bewegen wir uns mal weiter im VDE Normendsungel:


    Eine Anschlussnutzeranlage ist die Gesamtheit aller elektrischen Betriebsmittel hinter der Messeinrichtung zur Entnahme oder Einspeisung von elektrischer Energie.


    Das heißt: Eure Anlage beginnt direkt hinter dem Netzzähler und wird als eine (!) Annlage gewertet!

    Die Aussage:

    Beim Bau der PV-Anlage wird ein neuer Zählerkasten installiert. Die PV-Anlage läuft über den Zweirichtungszähler im "neuen" Zählerkasten. Der alte Zählerkasten übernimmt die Funktion von einem Sicherungskasten. So erfolgt kein Eingriff in die alte Hausinstallation. Der alte Zählerkasten wir nur mit einem Kabel (5 mal XXmm²) angefahren und gut.

    ist so nicht korrekt. Die alte Asnchlussnutzeranlage genießt Bestandschutz, wenn ab dem Versorgerzähler nichts geändert wird. Da aber ab dem Versorgerzähler der neue "Zählerkasten" (allein die Wortwahl hat mit VDE nichts zu tun) der PV-Anlage eingebracht wird, ändert sich die Anschlussnutzeranlage gewaltig.


    Und ganz nebenbei, so etwas hat überhaupt keinen Bestandschutz, da Gefahrenabwehr vor Bestandschutz geht.:

    Beim Bau der PV-Anlage .....

    Kommen wir von der Norm zum Gesetz (StGB § 319, Baugefährdung):

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  • Hallo zusammen,

    ich verstehe die Diskussion hier leider nicht, alleine anhand der eingestellten Bilder ist eines klar;


    Hier muss nachgebessert werden und zwar ordentlich! Es gibt gemäß ZVEH, sowie AR4105, sowie der VDE die Vorschrift und Pflicht zur Ertüchtigung der Elektroinstallation bei Anlagenänderung!!!

    D.H.: alle Sicherung mit 6 kA- Schaltvermögen müssen raus, bei Anschluss einer PV ist ein FI Pflicht, dieser hält bei bebilderter Installation nicht!

    Einmal neu macht der Mai, hier gewinnt der Endkunde auch jeden Rechtsstreit.


    Punkt!


    Gruß Jochen

  • Hallo Jochen Müller

    danke nochmals für die Klarstellung.


    Der "Fachhändler" Herr Strammer wie auch viele andere Solateure sind da wohl anderer Meinung. So auch bei meinem Nachbarn, der immer noch nur einen FI für's Bad hat.


    Die Argumentation der nicht normenkonformen Installateue ist, dass bei Zwischenschaltung der Solaranlage in einer Box (ggf. auch der Backup-Box Plus) zwischen Hausanschluss und alter Unterverteilung des Hauses keine Anlagenänderung vorliegt und somit die Ertüchtigung auf den aktuellen Stand der Technik wegfällt.


    hier gewinnt der Endkunde auch jeden Rechtsstreit.

    Das sehe ich auch so.

    Mit meiner Bemerkung oben wollte ich noch darauf hinweisen, dass bei solchen Änderungen ggf. auch der Staatsanwalt nach Strafgesetzbuch aktiv werden kann.

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  • Hallo an Alle

    Ich bin hier total mißverstanden worden. Hier geben auch viele Nichtelektriker ihre Meinung ab. Bei Altanlagen kann der Eigentümer nicht gezwungen werden, seine Altanlage zu erneuern. HGB-Gesetz: Wer eine Leistung will, muß bezahlen, oder er bekommt die Leistung nicht. In einer Altanlage kann, so wie ich es von vielen Kritikern verstanden habe, somit keine PV-Anlage installiert werden. Die Altanlage hat Bestandsschutz, der Kunde kann nicht gezwungen werden, seine Anlage zu erneuern. Der Kunde kann tun und lassen, was er will, solange er niemand schadet.(Er schadet sich vielleicht selber, bei dieser Altanlage) Grundgesetz (wer es genau willen will, soll sich selber im Grundgesetz erkundigen). Nach eurer Meinung darf in dieser Haus wegen Altanlage keine PV-Anlage montiert werden. So jedenfall interpretiere ich Eure Kritik. Solange ich nicht in die Altanlage eingreife, kann mich keiner verklagen. Wie gehe ich vor, um eine PV-Anlage zu installieren? 1.) Den Kunden auf diesen Mißstand aufmerksam machen. Schriftlich den Mißstand festhalten, und unterschreiben lassen. So bist du juristisch auf der sicheren Seite. Will er trotzdem eine PV-Anlage, kann der Auftrag nicht verweigert werden.(Kann schon verweigert werden, dann macht es ein anderer. Auf jeden Fall bin ich juristisch auf der sicheren Seite), Wenn ich einen neuen Zählerkasten im Keller setze, wird die PV-Anlage im Keller auf den Zählerkasten aufgelegt (vorschriftsmäßig). In diesem Bild wird nur der Zähler gewechselt und in den neuen Kasten montiert, die Zählerdrähte können ;einfgach gesag,t mit einem Klemmbock verbunden werden. Bitte mich jetzt nicht auf jedes Detail aufmerksam machen. Dann wird, wie erwähnt, ein Kabel( 5 mal XX mm²) von dem neuen Zählerkasten zum Alten verlegt. Der alte "Zählerkasten" fungiert als Sicherungskasten. Jochen hat schon recht, wenn er sagt: hier muß nachgebessert werden. Das letzte Wort hat der Kunde.

    Nochmal zum Verständniss: Bei meiner Vorgehensweise wird nicht in die Altanlage eingegriffen und es erfolgt keine Anlagenänderung nach StGB § 319.(Die eingebauten Einrichtungen werden nicht geändert) Die Neuanlage verstößt nicht gegen die allgemein anerkannten Regeld der Technik.(Evtl Zusatzerdung installieren).

    Zitat Gaba: "So auch bei meinem Nachbar, der immer noch nur einen FI fürs Bad hat". Sorry, wie viele Fi will er noch für das Badezimmer, ein Fi-Schutzschalter muß reichen

    Zitat Gaba:.Die Argumentation der nicht normenkonformen Installateue ist, dass bei Zwischenschaltung der Solaranlage in einer Box (ggf. auch der Backup-Box Plus) zwischen Hausanschluss und alter Unterverteilung des Hauses keine Anlagenänderung vorliegt und somit die Ertüchtigung auf den aktuellen Stand der Technik wegfällt.

    Was ist Zwischenschaltung der Solaranlage in einer Box (in welcher?)usw. (Den Satz verstehe ich nicht) Es erfolgt keine Zwischenschaltung der Solaranlage zwischen Hausanschluss und Unterverteilung des Hauses:

    Damit hoffe ich, daß alle Unklarheiten beseitigt sind. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    MfG Helmut Strammer